Tätigkeitsbericht 1999
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Dokument zum Jahresbericht 1999 des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Akteneinsicht

Pressemeldungen zu Global Unique Identifiers

(Auszüge)

"Die heimlichen Lauscher im Internet / Immer mehr Webdienste verpassen den Kunden ungefragt Identifikationsmarken und spionieren ihnen hinterher
... GUID. Das unschuldig klingende Kürzel steht für Global Unique IDentifier, eine Art Stempel für die Surfer, mit dem Online-Marketer ihren Kunden auf die Schliche kommen wollen. ... Datenschützer fürchten ... , dass die immer einfacher und gründlicher zu erstellenden Profile der Surfer missbraucht und an Direktmarketer weiterverkauft werden. ... Tatsächlich lassen sich über die Nummern zwar Kundenbewegungen registrieren, aber zunächst nicht einer namentlich bekannten Person zurechnen. Prekär und mit Datenschutzgesetzen unvereinbar wird die Sache, wenn die digitalen Stempel mit persönlichen Informationen verknüpft werden, die ein Nutzer etwa bei der Registrierung einer Software übermittelt. Comet Systems, Microsoft, Real-Networks und Konsorten haben zudem den Fehler gemacht, ihre Kunden in keinster Weise über die Beobachtungspraktiken zu informieren. Selbst Größen der Computerindustrie wie Intel, verschweigen wesentliche Eigenschaften ihrer Produkte: Erst als Datenschützer Alarm schlugen, gab der Chiphersteller zu, eine eindeutige Seriennummer in den Pentium-III-Prozessor eingebaut zu haben."

Berliner Morgenpost 17.12.1999 S. 15

"Ohren am Ihrem PC
Musikprogramm verletzt Privatsphäre

RealNetworks, Hersteller des im Web allgegenwärtigen RealPlayers, hat über geraume Zeit seine Kunden ausspioniert. ... Die Programme geben eine ID weiter, die die Firma jedem Nutzer anhand dessen Angaben beim Registrieren genau zuordnen kann. Zusätzlich spioniert das Programm Vorlieben des Nuters bezüglich Art und Anzahl der Musikformate etc. aus."

PC Magazin, Januar 2000, S.23

COMPUTERKOMMENTAR:
"Generalschlüssel
... Der kanadische Entwickler Andrew Fernandes hat in dem Betriebssystem Windows ... einen Schlüssel mit der Bezeichnung 'NSAKEY' gefunden. ... Die NSA, National Security Agency, ist der Teil des US-Geheimdienstes, der sich vordringlich der Ausforschung elektronischer Kommunikation widmet. Fernandes fürchtet nun, Microsoft habe der NSA quasi einen Generalschlüssel für alle Windows-Rechner zur Verfügung gestellt, mit dessen Hilfe sämtliche Dateien, die auf diesen Rechnern in verschlüsselter Form gespeichert sind, entschlüsselt werden könnten. Unsinn, hält Microsoft dagegen: Der NSAKEY sei lediglich dazu da, die vom Wirtschaftsministerium geforderte digitale Signatur von Unternehmen zu überprüfen; Verschlüsselungssoftware unterliegt in den USA bestimmten Exporteinschränkungen, ... ."

Handelsblatt 8.9.99 S. 55

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 Letzte Änderung:
 am 24.01.2000
E-Mail an den Berliner Beauftragten für Datenschutz und Akteneinsicht