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Tageszeitungen]
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"Selbstkontrolle statt Zensur / Innenminister
Otto Schily verzichtet auf Datenschützer in Redaktionen
Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hat sich endgültig
davon verabschiedet, Datenschutzbeauftragte in Redaktionen einzusetzen.
Stattdessen soll in der Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes fast
komplett auf die Selbstregulierung durch die Presse gesetzt werden. Schily
wird seinen neuen Gesetzesentwurf heute der Öffentlichkeit vorstellen.
.... Doch nun hat der Gesetzgeber im Grunde alle diese kontroversen Regelungen
gestrichen: Kein Datenbeauftragter und keine neuen gesetzlichen Auskunftsansprüche
für Personen. Eine Haftung des Presseorgans für die Redakteure
soll es nur geben, wenn persönliche Daten in falsche Hände
gelangen und zweckentfremdet werden - und nicht bei womöglich falscher Recherche.
Im neuen Entwurf gibt der deutsche Gesetzgeber, ähnlich wie in Skandinavien
und Großbritannien, die Verantwortung für den Datenschutz fast
komplett an die Presse weiter." WELT 9.5.00 S. 33
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"Regierung plant Bio-Patentgesetz / Streit um menschliches Erbgut / Greenpeace: Zulassung ohne Einschränkung / Weiteres Chromosom entziffert" Tsp 9.5.00 S. 1
"Deutsche Wissenschaftler feiern Erfolg in der
Genforschung / Chromosom 21 vollständig entschlüsselt / Hoffnung
auf neue medizinische Methoden / Regierung legt Gesetzentwurf zur Patentierung
von Genen vor
... Im deutschen Recht soll mit dem Gesetz erstmals festgeschrieben
werden, dass Gensequenzen von Menschen, Tieren und Pflanzen patentierbar
sind, sobald deren Funktion entdeckt ist. Es soll Wissenschaftlern und
Biotech-Firmen aber verboten sein, nur die Gensequenzen selbst zu patentieren." BerlZtg
9.5.00 S. 1 + 2
"Menschliche Organe als patentierbare Erfindung
/ Gesetzentwurf der Bundesregierung stößt auf scharfe Kritik -
Greenpeace: 'Mensch wird zum Rohstofflager der Industrie'
In Deutschland sollen künftig Patente auf menschliche Gene,
Teile des menschlichen Körpers sowie auf Pflanzen und Tiere zulässig
sein." MoPo 9.5.00 S. 2
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"Schärferes Gesetz zur Computer-Kriminalität
geplant / Love-Virus: Manilas Polizei hat keine Handhabe gegen mutmaßliche Täter
- Europarat will Umgang mit Internet-Verbrechen regeln
... Als Begründung für das scharfe Vorgehen gegen
Hacker führte der Europarat bislang vor allem die Attacken vom
Februar auf kommerzielle Webserver von Firmen wie Amazon.com oder Yahoo.com
an. Sie hätten gezeigt, dass 'Cyber-Kriminelle und Cyber-Terroristen
die Interessen von Wirtschaft und Regierungen bedrohen und kolossale Schäden
anrichten' können. ... Gleichwohl ist der Entwurf umstritten. David
Banisar von der amerikanischen Bürgerrechtsorganisation Electronic
Privacy Information Center (www.epic.org) hält die Regelung für
überflüssig und datenschutzrechtlich bedenklich. In den meisten
Ländern existierten bereits Gesetze, die Hacken, Verstöße
gegen das Copyright oder Kinderpornografie unter Strafe stellen."
MoPo 9.5.00 S. 25
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"Weniger Korrekturen am Steuergesetz / Erst eine
halbe Milliarde zusätzlicher Entlastung / EDV-Zugriff von 2002 an
... Der umstrittene elektronische Zugriff der Finanzämter
auf Buchführungsdaten ... soll nun erst von 2002 an möglich sein.
Dies soll den Unternehmen Gelegenheit geben, ihre 'Datenverarbeitungssysteme
technisch mit einer Software auszustatten, die eine Beschränkung des
Zugriffs durch die Finanzverwaltung auf steuerlich relevante Verhältnisse
ermöglicht'." FAZ 9.5.00 S. 19
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"Grüne Wunschrechte-Charta / Im Juni soll der erste Entwurf einer Europäischen Grundrechte-Charta vorliegen. Die Grünen befürchten, dass sie zu unverbindlich wird - und fordern ein einklagbares Recht auf saubere Umwelt und die Verankerung des Datenschutzes" taz 9.5.00 S. 6
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LOKALES
Berlin:
"Landesamt befragt Haushalte
Für den Mikrozensus für das Jahr 2000 werden in den
nächsten Wochen in Berlin 18.000 Haushalte mit 35.000 Personen von
Interviewern des Statistischen Landesamtes befragt." taz 9.5.00 S.
22
"Befragung zum Mikrozensus
... Die Anschriften werden durch ein mathematisches Zufallsverfahren
per Computer ausgewählt. Nach dem Mikrozensusgesetz sind die
Befragten zur Auskunft verpflichtet." ND 9.5.00 S. 17
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